edition fink Jérémie Gindre Crawl & Sédiments
cover:Crawl & Sédiments

Jérémie Gindre
Crawl & Sédiments

Herausgegeben von Sabine Schaschl-Cooper, Kunsthaus Baselland, Muttenz

Textbeiträge von Daniel Baumann, Alexandre Dubouloz, Jérémie
Gindre, Andres Lutz und Anders Guggisberg, Christian Robert-Tissot, Sabine Schaschl-Cooper, Peter Stamm (dt./franz.)

64 Seiten, 22 Abb. in Farbe,
30,2 x 19,8 cm, Drahtheftung, Umschlag mit Klappen in der Heftmitte

Gestaltung Izet Sheshivari, Genf

edition fink, Zürich 2005
ISBN 978-3-906086-78-1

CHF 20.00 / EUR 14.50 / USD 18.00

 

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Mit «Crawl & Sédiments» legt der junge Genfer Künstler Jérémie Gindre zur seiner Ausstellung im Kunsthaus Baselland in Muttenz eine Publikation vor, die Dokumentation und Künstlerbuch zugleich ist: Nebst zahlreichen Ausstellungsansichten bietet die Publikation verschiedene Texte, die das Thema – «Crawl & Sédiments» spielt wie die Installation mit der Gegensätzlichkeit von spiegelnder Oberfläche und unergründlichem Grund eines Sees – assoziativ einkreisen und ergänzen.
Das extravagant gestaltete Heft bietet deshalb folgerichtig auch zwei Leserichtungen an: Aus der Mitte geht es – wenn man das Heft dreht – zweimal nach hinten, einmal Deutsch und einmal Französisch. Wobei die beiden Teile nicht einfach Übersetzungen enthalten, sondern Originaltexte in der jeweiligen Sprache. Neben einem Interview mit dem Künstler, das über die Installation und Arbeitsweise Auskunft gibt, schreibt Sabine Schaschl-Cooper in einem Hauptbeitrag über das Werk Jérémie Gindres. Zusätzlich ergänzen Auszüge aus Zeitungsberichten, Romanen, Filmdrehbüchern das Textmaterial.
Was das Kraulen und die Sedimente angeht schreiben Lutz und Guggisberg treffend: «Alles ist Sediment sowieso früher oder später. Entsetzlich und tröstlich zugleich. Lege es oben drauf. Dort bleibt es eine Weile. Gewisses bleibt länger oben. Der Vulkankegel Hohentwiel, Hiroshima, Picasso, solche Dinge. Wir heutigen Künstler schultern lustig unsere Heuel, Positionsspaten, Häkselgabeln, Kontextzangen und raus an die frische Luft, zu den Sedimenten, was gibt es Gesünderes – Sie merken, alles ist auch Gartenarbeit.»

In diesem Sinn fördert die Publikation aus den Sedimenten so aufschlussreiche wie überraschende Materialien zu Tage. Und auch wer die Installation nicht gesehen hat, kann sich mühelos ein Bild von Gindres unterseeischem Kosmos machen.


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