edition fink Christoph Lichtin «Der Kunst und Wissenschaft» Fünf Vorträge
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Christoph Lichtin
«Der Kunst und Wissenschaft»
Fünf Vorträge

Herausgegeben vom Kunstverein Solothurn

Textbeiträge von Roman Buxbaum, Christian Schlüchter, Urs Jaeggi, Ulrich Zollinger, Vinzenz Hedinger zu Werken von Vincent van Gogh, Otto Frölicher, Ben Vautier, Hans Bock, Felix Stephan Huber

96 Seiten, 14 Abb., davon 5 in Farbe, 21 x 14,8 cm, Fadenheftung, Freirückenbroschur

Gestaltung Iza Hren, Georg Rutishauser, Zürich

edition fink, Zürich 2003
ISBN 978-3-906086-48-4

CHF 20.00 / EUR 14.50 / USD 18.00

 

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Im Zentrum der vorliegenden Publikation stehen Bilder aus der Sammlung des Kunstmuseums Solothurn. Die Motivation, nicht aus einer kunsthistorischen Perspektive an die Bilder heranzugehen, sondern andere Wissenschaftler einzuladen, aus ihrer Perspektive über die Bilder zu sprechen, hängt mit einer aktuellen Fragestellung zusammen: dem Verhältnis von Bild und Wissenschaft einerseits, sowie der Beziehung von Bildmedium und Gesellschaft andererseits. Dieser Perspektivenwechsel, dieser fremde Blick auf die Kunst macht die Publikation zum spannenden Experiment.
Fünf Werke aus der Sammlung wurden ausgesucht und unter die Lupe genommen. Fünf Wissenschaftler unterschiedlicher Herkunft befassten sich intensiv mit diesen Werken und kamen zu erstaunlichen Resultaten, welche in einer Vortragsreihe im Kunstmuseum Solothurn präsentiert wurden und nun in der vorliegenden Publikation versammelt sind:

Der Zürcher Psychiater (und Künstler) Roman Buxbaum besprach das Gemälde «Der Irrenwärter von Saint-Rémy» (1889) von Vincent van Gogh.
Der Geologe Christian Schlüchter befasste sich mit dem Ölgemälde «Rosalaui» (1869) von Otto Frölicher.
Der Schriftsteller und Künstler Urs Jaeggi sprach über die Assemblage «Un demi mur d’idée» (1980) von Ben Vautier.
Der Rechtsmediziner Ulrich Zollinger beschäftigte sich mit dem Gemälde «Toter Christus im Grabe» (1580/90) von Hans Bock.
Der Filmwissenschaftler Vinzenz Hediger schliesslich nahm sich der grossformatigen Collage «Topologie der Erinnerung»
(1986/87) von Felix Stephan Huber an.

Dieser Perspektivenwechsel, diese fremde Blick auf die Kunst, zeigt eindringlich, dass visuelle Kompetenz, also die Fähigkeit, Bilder zu gebrauchen und interpretieren zu können sowie über Bilder sprechen zu können, zu den Grundanforderungen so gut wie jeder wissenschaftlichen Disziplin und jeder Technik gehört und heute gleichermassen Geistes- wie Naturwissenschaften verbindet. Zu einer Geschichte des Entschlüsselns, Beurteilens und Deutens von Bildern können deshalb Experten verschiedener Gebiete beitragen.


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