edition fink Rutishauser/Kuhn Inhalt und Form (ID 5 bis 28) Farben, Buchstaben, Schriften, Arbeiten 1987 bis 1997
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Rutishauser/Kuhn
Inhalt und Form (ID 5 bis 28)
Farben, Buchstaben, Schriften, Arbeiten 1987 bis 1997

Werkkatalog und Künstlerheft

Herausgegeben von der Thurgauischen Kunstgesellschaft

Textbeiträge von Thomas Feuerstein, Markus Landert

36 Seiten, 10 Abb., 24,5 x 19,5 cm, Drahtheftung

Gestaltung Rutishauser/Kuhn, Zürich

edition fink, Zürich 1998
ISBN 978-3-906086-24-8

CHF 20.00 / EUR 14.50 / USD 18.00

 

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Ausgezeichnet als eines der schönsten Schweizer Bücher 1998

Die Publikation «Inhalt und Form (ID 5 bis 28)» ist Werkkatalog und Künstlerheft in einem. Auf verschiedenen Ebenen wird das Heft formal und inhaltlich selber zum Werk. Damit wird die Publikation auch zu einem integralen Bestandteil der gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen, zu der sie erschien.
Was Thomas Feuerstein zur Arbeit, insbesondere zu den Performances von Rutishauser/Kuhn schreibt, hat ebenso Gültigkeit für die vorliegende Publikation: «Der Text verliert somit seine kalkulierbare Wirkung, wird multidimensional und macht den Leser zum Autor. Der Polylog ersetzt den Monolog, womit ein befreites, aber auch häretisches Sprechen mit gespaltener und zerfranster Zunge losbricht. Man hat nicht mehr den Eindruck, dass einzelne Subjekte sprechen, sondern dass die Sprache selbst zu sprechen beginnt und zu einem autogenerativ sich fortpflanzenden Algorithmus wird. Sprache mutiert zu einem Virus, das von uns Besitz ergreift und sowohl die Wahrnehmung der Welt als auch unser Selbst konstituiert und in Folge unser Denken konstruiert.
Sie schreiben und sprechen nicht linear von einer Bedeutung zur nächsten, von A nach B, Zeile für Zeile, sie falten die Schrift vielmehr von der Fläche in den Raum. Sie entwerfen eine neue Topologie von Sprache und Schrift, die ihre Zeichen und Symbole anstatt eindimensional vieldimensional buchstabiert und deren Bedeutungen nicht einer irreversiblen Sukzessivität und Ordnung einer Zeitlichkeit des Sprechens, Schreibens oder Lesens unterliegen. Die Zerlegung der Sprache in ihre Elemente, der auf den ersten Blick eine chaotische Rekombination folgt, erweist sich als Versuch einer topologischen Neuordnung, bei der Zeichen über ihre lineare Abbildtreue auf holografische Sinnhorizonte hinausweisen.»


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