edition fink Bignia Wehrli Instrumentarium 1 Sonnenzirkel (Töss) / Sonnenzirkel (Rhein) / Sternenschrift
cover:Instrumentarium 1

Bignia Wehrli
Instrumentarium 1
Sonnenzirkel (Töss) / Sonnenzirkel (Rhein) / Sternenschrift

Set mit 3 Künstlerpublikationen und Textheft

Herausgegeben von der Kunsthalle Winterthur

Textbeiträge von Yasmin Afschar, Oliver Kielmayer, Boyan Manchev (dt./engl.)

Leporell, 16 Seiten, 7 Abb., 28×21 cm, gefaltet

Mappe, 20 Seiten, 9 Abb., 32×24 cm, Umschlag mit 8 Einzelblättern

Posterheft, 32 Seiten, 7 Abb. in Farbe, 33,5×25 cm, Heft mit losen Bogen

Textheft, 32 Seiten, 6 Abb., 22×16,5 cm, Drahtklammerheftung in Plastikbeutel

Gestaltung Georg Rutishauser, Zürich

edition fink, Zürich 2018
ISBN 978-3-03746-226-3

CHF 28.00 / EUR 24.00 / USD 25.00

 

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Die monografische Publikation «Instru­menarium» von Bignia Wehrli ist als offene Serie von Teilpublikationen angelegt und fokussiert auf die bildergenerierenden Apparaturen und Settings, welche die Künstlerin in den letzten Jahren entwickelt hat. Eine erste Ausgabe, die aus Anlass von Bignia Wehrlis Einzelausstellung «Den Horizont in der Hand halten» in der Kunst­halle Winterthur erscheint, umfasst die Werk­gruppen «Sonnenzirkel (Töss)» (2016), «Sonnen­zirkel (Rhein)» (2017) und «Sternenschrift» (2014).
Die mehrteilige Arbeit «Sternenschrift» basiert auf den landwirtschaftlichen Arbeitswegen beim Heuen in Sternenberg, die Bignia Wehrlis Vater, mit einem GPS ausgestattet, im Spätsommer 2012 zurücklegte. Diese Wege zeichnete die Künstlerin mit einem «Sternenstift» nach, einem von ihr konzipierten Instrument, das aus einem zum Himmel gerichteten Fotoapparat und einem zur Erde zeigenden Stift besteht. Die mit dem Licht des Jupiters nachgezeichneten Wege erscheinen in den Fotografien als Sternbilder am Himmelszelt.
Bei «Sonnenzirkel (Töss)» erzeugt ein zu einer schwimmenden Lochkamera umfunktionierter Schreibmaschinen­koffer die Bilder, den Wehrli in der darauf­-folgenden Arbeit «Sonnenzirkel (Rhein)» gegen einen grossformatigen hölzernen Kasten eintauscht. Mit der gegen die Sonne gerichteten Öffnung werden die gebündelten Sonnenstrahlen eingefangen und die schwimmende Camera obscura zum «Sonnen­schreiber», welcher die Bewegungen der eigenen Fahrt auf den jeweiligen Flüssen auf­zeichnet. Die dabei entstehenden Kreisbilder können als seismografische Aufzeichnungen gelesen werden, die Auskunft über das Wetter und den Verlauf der Reise geben.
Um den einzelnen Arbeiten in der Publikation den nötigen Raum zu geben, wurde je ein entsprechendes Format entwickelt. Die Umsetzung der Teilpublikationen konzentriert sich dabei auf die jeweilige künstle­rische Arbeit und verzichtet auf kontextua­lisierende Informationen und Erklärungen. Das begleitende Textheft enthält nebst Beiträgen von Yasmin Afschar und Boyan Manchev sowie einem Gespräch von Oliver Kielmayer mit der Künstlerin dokumentarische Aufnahmen und Beschreibungen der abgebildeten Werke.


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