edition fink Pascal Schwaighofer, Jan Verwoert Tulipmania
cover:Tulipmania

Pascal Schwaighofer, Jan Verwoert
Tulipmania

Künstlerpublikation

Herausgegeben von Le Foyer

Mit einem Gespräch zwischen Pascal Schwaighofer und Jan Verwoert

128 Seiten, 64 Tafeln in Farbe, 17 × 12 cm, Fadenheftung ohne Umschlag, Lesezeichen

Gestaltung Georg Rutishauser

edition fink, zürich 2015
ISBN 978-3-03746-194-5

CHF 24.00 / EUR 20.00 / USD 22.00

 

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Im Rahmen des mehrteiligen Projektes «Economimesis» setzt sich Pascal Schwaighofer seit 2013 in Anlehnung an Jacques Derridas gleichnamigen Aufsatz von 1975 mit den Verknüpfungen von philosophisch-ästhetischen Konzepten, ökonomischen Kreisläufen sowie dem monetären Wert von Schönheit auseinander. Diese künstlerischen und theoretischen Recherchen verdichtet er im thematischen und motivischen Fokus auf die Tulpe, die Immanuel Kant in «Kritik der Urteilskraft» (1790) als ästhetisches Paradigma der reinen Schönheit beschrieb. In den Niederlanden war sie bereits im 17. Jahrhundert zum Gegenstand von wirtschaftlichen Spekulationen und einer eigentlichen Tulpenmanie geworden, die als erste, gut doku­mentierte Finanzblase gilt.
Unter dem Titel «Tulipmania» diskutierte Pascal Schwaighofer im Juli 2014 seine Recherchen gemeinsam mit Jan Verwoert auf der Gesprächs- und Ausstellungsplattform Le Foyer. Ausgehend vom Widerspruch zwischen abstrakten Ökonomien und konkreten Realitäten wurde die niederländische Tulpenmanie mit anderen historischen und zeitgenössischen spekulativen Dynamiken in Verbindung gebracht.
«Tulipmania» ist die zweite Publikation von Pascal Schwaighofer im Verlag und der Versuch einer Verschriftlichung und möglichen Visualisierung eines grundsätzlich ephemeren Gesprächsformates, der mit einer Präzisierung und gezielten Weiterführung von Gedanken einhergeht. Als Erweiterung der sprachlichen Ebene basiert der umfangreiche Bildteil auf dem beim Gespräch gezeigten visuellen Material, umfasst aber auch Motive, die sich erst in der Diskussion ergaben. Die Anhäufung und Überlagerung der Bilder zeichnet das dialogisch befeuerte Verdichten und Weiterspinnen von konkreten Beispielen, theoretischen Konzepten und spekulativen Ideen lose nach, entwickelt aber zugleich eine eigene Dynamik.


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