edition fink Uriel Orlow Unmade Film
cover:Unmade Film

Uriel Orlow
Unmade Film

Herausgegeben von Andrea Thal
und Uriel Orlow

Textbeiträge von Erik Bullot,
Yoa’d Ghanadry, Avery Gordon, Esmail Nashif, Ilan Pappé,
Hanan Toukan, Andrea Thal und Uriel Orlow (dt./engl./franz./arab.)

272 Seiten Textteil, 24 x 17 cm,
164 Seiten Bildteil mit 190 Abb., davon 108 in Farbe, 28 x 22 cm, Fadenheftung, Broschur,
2 Bände in losem Umschlag

Gestaltung Sonja Zagermann,
Georg Rutishauser, Zürich

edition fink, Zürich 2014
ISBN 978-3-03746-178-5

CHF 38.00 / EUR 29.00 / USD 35.00

 

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Uriel Orlows künstlerische Arbeit widmet sich den Blinden Flecken in Erinnerung und Geschichte. In mehreren künstlerischen Arbeiten wird in seinem gegenwärtigen Projekt «Unmade Film» ein Themenkomplex umrissen, von dem aus individuell ein Film assoziiert werden kann. Das Projekt wurde im Frühjahr 2013 erstmals in Jerusalem in der Al-Ma’mal Stiftung für zeitgenössische Kunst gezeigt. Mit Erweiterungen und Abwandlungen machte die Ausstellung im Centre culturel suisse Station, bevor sie in Zürich bei Les Complices* gezeigt wurde. Parallel zur Ausstellungsreihe ist eine Publikation entstanden, die in drei jeweils erweiterten Vorabausgaben sukzessive zu den jeweiligen Ausstellungen erschienen ist.
In Unmade Film geht Uriel Orlow einem komplexen geschichtlichen Umstand nach. Ausgangspunkt der Arbeiten ist die im Nordwesten von Jerusalems gelegene Psychiatrische Klinik Kfar Sha’ul. Bei ihrer Gründung spezialisierte sie sich auf die Behandlung von Menschen, deren psychische Leiden sich auf Geschehnisse des Holocaust zurückführen liessen. Die Klinik befindet sich in Gebäuden des arabischen Dorfes Deir Yasin, dessen Bevölkerung 1948 einem Massaker von paramilitärischen zionistischen Einheiten zum Opfer fiel. Diese Überlagerung von multiplen (erinnerungs- und geschichtspolitischen Blinden Flecken und die psychologischen Dimensionen von Heimsuchung und des Trauma, bilden die Grundlage von Uriel Orlows Ansatz. In seinen Ausstellungen finden sich keine abgeschlossenen Werke. Als Kombination nebeneinander laufender multimedialer Narrationen ist die Besucherin, der Besucher eingeladen, immer wieder neue Bezüge herzustellen und sich am Gedankenprozess zu beteiligen.


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