edition fink Jean-Luc Manz Peintures 1984–2010
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inhalt:Peintures 1984–2010

Jean-Luc Manz
Peintures 1984–2010

Herausgegeben von Nicole Schweizer, Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne

Textbeiträge von Catherine
Othenin-Girard, Hans Rudolf Reust, Nicole Schweizer (dt./franz.)

160 Seiten, 138 Abb. in Farbe,
27 x 22 cm, Fadenheftung, Freirückenbroschur

Gestaltung Gerog Rutishauser, Zürich

edition fink, Zürich 2010
ISBN 978-3-03746-147-1

CHF 38.00 / EUR 29.00 / USD 35.00

 

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Jean-Luc Manz entwickelt seine Bildsprache im steten Dialog mit Positionen der abstrakten Malerei. Zahlreiche seiner Kompositionen
sind als Serien angelegt und resultieren aus dem Experiment mit spezifischen geometrischen Formen, andere leitet er direkt von Beobachtungen aus der realen Welt ab – sei es das Motiv eines ägyptischen Teppichs, das Detail eines Kleidungsstücks oder die Erinnerung an eine Person.
In seiner Ausstellung im Musée des Beaux-Arts zeigt Jean-Luc Manz eine reiche Auswahl von Gemälden, die zwischen 1984 und 2010 entstanden sind, und bietet so einen retrospektiven Blick auf seine Arbeit. Der Künstler präsentiert die Bilder dabei nicht chronologisch, sondern gruppiert sie nach Motiv, Thema oder Serie. So wird ein Raum beispielsweise vom Schachbrett beherrscht – einem Hauptmotiv im Schaffen von Manz. Auf den ersten Blick erscheint das Schachbrettmuster als rein abstrakte Form, und tatsächlich ist die Oberfläche des Schachbretts aus historischer Sicht sicherlich eine der radikalsten Formen der Abstraktion – diese Komposition existiert auf der Leinwand, unabhängig von jeglichem Bezug zur Welt. Sie kann beliebig fortgesetzt werden und erlaubt keine hierarchische Anordnung der unterschiedlichen Bereiche der Oberfläche: Das Bildfeld wird gleichmässig besetzt und formuliert sich weder von einem Zentrum noch von den Rändern aus. Dennoch erkennt man beim Durchblättern seiner Skizzenbücher, dass sich der Künstler oft von vorhandenen Bildern oder Gegenständen anregen lässt. Es liesse sich somit sagen, dass Manz’ Arbeit sich gleichermassen in ein abstraktes Formenvokabular wie in sehr konkrete Wirklichkeitsbezüge einschreibt, die er sich wie ready-made aneignet. Mit bedeutenden Werken aus privaten und öffentlichen Sammlungen bietet die Publikation eine umfassende Schau jener sehr persönlichen Experimente mit Formen der Abstraktion, die der Künstler im Laufe der Jahre entwickelt hat.