edition fink BLOCK 2008
cover:BLOCK 2008

BLOCK 2008

Bilderblock mit 366 Fotografien

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit Les Complices*, Zürich

Beiträge von Stefan Burger, Victor de Castro, Stéphanie Gygax, Andrea Heller, Tom Huber, Sophie Huguenot, Nico Krebs und Taiyo Onorato, Lukas Mettler und Cris Faria, Guadalupe Ruiz, Nicolas Vermot Pettit-Outhenin und Petra Elena Köhle, Cora Piantoni, Christian Vetter

369 Blatt, 366 Abb., davon 313 in Farbe, 18 x 24 cm, dreiseitig geklebter Block mit zwei Lochungen zum Aufhängen

Gestaltung Izet Shesivari, Genf

edition fink, Zürich 2007
ISBN 978-3-03746-110-5

CHF 38.00 / EUR 29.00 / USD 35.00

 

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Ein Jahr, 366 Bilder, 12 Fotografinnen und Fotografen. Der Kalender BLOCK 2008 überrascht mit einer überwältigenden Anzahl von Bildern, die anregen und gleichzeitig überfordern. Die Bilder werden täglich abgerissen, sie können aufbewahrt oder im Altpapier entsorgt, mit Notizen versehen oder weiterverschenkt werden.
BLOCK ist der Versuch, die Betrachterinnen und Betrachter mit Bildern zu konfrontieren und ihnen einen facettenreichen Blick auf die Welt zu zeigen. Darüber hinaus präsentiert die Publikation eine junge Generation von Fotografinnen und Fotografen, deren Bilder Geschichten erzählen, auf Reisen oder aus dem Alltag konzentrierte Momente von Intimität, Konfrontation, Witz und Begierde festhalten oder in laborartigen Untersuchungen und Inszenierungen Alltagsmechanismen und fotografische Prozesse reflektieren.
Zwölf Junge Fotografinnen und Fotografen, die in der Schweiz arbeiten oder hier aufgewachsen sind und die sich unterschiedlich und weit über die Landesgrenzen hinaus mit ihrer Umgebung auseinandersetzen, wurden eingeladen, für BLOCK Bildserien zu schaffen. Die für diese Publikation entwickelten Konzepte und Ideen wurden im Zeitraum von Winter 2006 bis Sommer 2007 umgesetzt. Entstanden sind thematische Serien oder lose Bildersammlungen, Auszüge aus realen Archiven oder imaginierten Fotoalben, inszenierte Versuchswelten oder Bilder von realen Schauplätzen. Viele der eigens für BLOCK realisierten Beiträge reflektieren spielerisch das Format des Kalenders und das Medium der Fotografie.

Die Fotografien von Petra Elena Köhle & Nicolas Vermot Petit-Outhenin beziehen sich auf Daten historischer Ereignisse, Stefan Burger zeigt in seiner Serie «Helmut Newton 1920–2004» den Ort, an dem in der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 2004 der Fotograf Helmut Newton starb, und Cora Piantonis Bilder konfrontieren das Klischee-Kalenderbild par excellence, das Pin-up vor flottem Auto, mit einer dokumentarischen Herangehensweise. Ähnlich den Starschnitten in Popmagazinen, nutzen Taiyo Onorato & Nico Krebs die serielle Abfolge des Abreiss-kalenders: Aus der Sammlung ihrer Einzelbilder lässt sich ein grösseres Gesamtbild zusammensetzen.
Entsprechend der assoziativen Anlage von BLOCK widmen sich Autoren wie Victor de Castro, Andrea Heller und Tom Huber einer essayistischen Fotografie, indem sie Momente aus dem Alltag greifen und diese in jeweils sehr unterschiedlicher Ästhetik zu Bildersammlungen zusammenstellen.
Guadalupe Ruiz präsentiert eine Auswahl von Mitgliedern der eigenen Familie in den Kulissen der Kolumbianischen Hauptstadt Bogotá und schafft Bilder, die zwischen Inszenierung und Schnappschuss oszillieren, während die von Stéphanie Gygax gewählten alltäglichen Bildmotive – Familie und Freunde, Ferienorte, Strände – insbesondere in den Schwarz-Weiss-Aufnahmen an Filmsequenzen erinnern. In Verkleidung einer fiktiven Vater- beziehungsweise Sohnfigur aus dem amerikanischen mittleren Westen bereisen Cris Faria & Lukas Mettler für drei Tage in einem gemieteten Auto die Schweiz und lassen sich dabei fotografieren.
Einem anderen Aspekt von Alltäglichkeit haben sich Sophie Huguenot und Christian Vetter verschrieben. Sophie Huguenot folgt in ihrer Serie «L’actualité et son quoti-dien» täglich einer Equipe von TV-Reportern des Westschweizer Lokalfernsehens und befragt mit ihren Aufnahmen die Entstehung von Nachrichtenmeldungen und die Bildproduktion der Lokalnachrichten. Christian Vetter zeigt Fotografien aus den zwei Serien «Space Oddity» und «Everytown», die die stillen Sensationen scheinbar banaler Strassenecken, Hinterhöfe und urbaner Zwischenzonen festhalten.


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